HebammenHaus Dresden

Berufspolitisches

Nach längeren Verhandlungen liegt nun ein Angebot der Berufshaftpfichtversicherung für Hebammen mit Geburtshilfe ab 1.7.16 durch ein Konsortium aus sechs Versicherern vor.

Es wird jährlich weitere Prämiensteigerungen geben.

Das Problem wird zwar durch den gesetzlich garantierten Sicherstellungszuschlag abgeschwächt, eine langfristige Lösung des Haftungsrisikos für Hebammen gibt es aber nicht.

Außerdem gehören zu den Bedingungen zur Inanspruchnahme des Sicherstellungszuschlags ein erheblicher Bürokratieaufwand, nachgewiesenes Qualitätsmanagement und (schlimmer) Ausschlusskriterien für außerklinische Geburten, für die jegliche Evidenzen fehlen (z.B. Forderung eines ärztlichen Konsils bei Terminüberschreitung um drei Tage).

Die Hebammenverbände bezweifeln die Rechtmäßigkeit des Schiedsspruchs und haben deswegen dagegen Klage erhoben.